Zuckerfreie Bonbons:
eine mögliche Alternative bei Diabetes

Von Paul Musset, Apotheker | Herausgegeben am

Zuckerfreie Bonbons: eine mögliche Alternative bei Diabetes

Was gibt es Schöneres, als sich gelegentlich etwas zum Naschen zu gönnen? Aber Bonbons haben einen hohen Gehalt an Saccharose und Glukosesirup. Da sie ein großes Risiko für eine Hyperglykämie bergen, sind sie für Diabetiker verboten. Allerdings gibt es auch zuckerfreie Bonbons, damit sich jeder eine Freude machen kann.

Diabetes und Zucker: ein gefährlicher Cocktail

Eine chronische Krankheit, die sich ständig weiterentwickelt

Diabetes kennzeichnet sich durch einen Glukoseüberschuss im Blut. Wenn der Nüchternblutzucker zu jeder Tageszeit zweimal gleich oder höher als 1,26 g/l ist oder mehr als 2 g/l beträgt, wird die Krankheit gemeldet. Es sollte dann eine Insulintherapie beginnen und eine neue Ernährungsweise eingeführt werden.

Diabetes hat direkte Auswirkungen auf das Herz, die Blutgefäße, die Nieren, das Nervensystem und das Sehvermögen. Die Behandlung muss daher sehr genau sein, um diese Konsequenzen zu vermeiden. Der Blutzuckerspiegel muss täglich mit einem spezifischen Gerät gemessen werden. In diesem Zusammenhang muss auch zwingend die Kohlenhydrataufnahme überwacht werden.

In Frankreich leiden mehrere Millionen Menschen an Diabetes. Medizinische Fachleute schätzen jedoch, dass mehreren hunderttausend Patienten ihre Pathologie noch nicht bekannt ist. Es ist nicht möglich, diese Krankheit zu heilen, aber eine Insulintherapie kann den Zuckergehalt im Blut begrenzen.

Zucker und Kohlenhydrate unterscheiden

Natürlicher Zucker ist aus Diäten für Diabetiker verbannt, so dass Kohlenhydrate immer Teil ihrer Ernährung sein müssen; Diese Zufuhr macht 50% der aufgenommenen Mahlzeiten aus. Menschen, die an Diabetes leiden, müssen darauf achten, bei ihrer Ernährung die richtigen Kohlenhydrate zu verzehren.

Man unterscheidet komplexe Kohlenhydrate und langsame Zucker von einfachen Kohlenhydraten und schnellen Zuckern. Die Rolle komplexer Kohlenhydrate ist es, den ganzen Tag über notwendige Energie bereitzustellen. Schnelle Zucker hingegen sorgen einfach für einen einmaligen Energieschub.

Diabetiker müssen vor allem schnelle Zucker vermeiden, die reich an Fructose oder Saccharose sind. Bei der Auswahl von Lebensmitteln können sie sich auf deren glykämischen Index beziehen und sich so für die richtigen Nahrungsmittel entscheiden.

Glykämischer Index bei Lebensmitteln
Dieser Wert wurde festgelegt, um Lebensmittel nach ihren Folgen für den Anstieg des Blutzuckerspiegels auswählen zu können. Glukose hat mit 100 den höchsten Wert. Honig hat einen glykämischen Index von 62, während der Wert des Apfels nur 38 beträgt.

Das Prinzip des glykämischen Index ermöglicht es, sich nur auf die guten Kohlenhydrate zu konzentrieren. Er ist sehr nützlich für Diabetiker, die einen spezifischen Diätplan einhalten müssen. Zu den interessanten Optionen gehört es, dass sich Diabetiker insbesondere Gemüse zuwenden können, die alle einen geringeren glykämischen Index als 15 haben.

Getreideprodukte müssen mit Sorgfalt ausgewählt werden. Ein Diabetiker sollte eher braunen Reis, Weizen, Vollkornnudeln und -brot wählen. Mit einem glykämischen Index von weniger als 50 liefern sie trotzdem die Energie, die für das problemlose Funktionieren des Organismus erforderlich ist.

Zucker durch nützliche Zutaten ersetzen

Kalorienarme Süßstoffe

Definition: kalorienarme Süßstoffe sind Kohlenhydrate, die aus Pflanzen oder durch die Hydrierung von Zucker gewonnen werden. Sie haben die gleiche Süßkraft wie Zucker, aber nicht die gleichen Auswirkungen auf die Gesundheit. Diese Süßstoffe sind weniger kalorisch und können von jedem konsumiert werden, der sein Gewicht halten möchte.

Jedoch können sich kalorienarme Süßstoffe auf die Gesundheit von Diabetikern auswirken. Mannitol, Sorbitol oder Isomalt sind daher zu vermeiden, auch wenn sie weniger Zucker als Saccharose enthalten. Ein Verzehr lässt den Zuckerspiegel zu schnell ansteigen. Menschen mit dieser chronischen Krankheit wird daher empfohlen, intensive Süßungsmittel zu verwenden.

Intensive Süßungsmittel mit echter Süßkraft

Diese Süßstoffe werden durch chemische Prozesse gewonnen und enthalten nicht unbedingt kohlenhydrathaltige oder pflanzliche Elemente. Sie gelten als intensiv, da ihre Süßkraft durchschnittlich 15.000-fach stärker als Zucker ist.

Diabetiker profitieren mit intensiven Süßungsmitteln von einem süßen Geschmack, ohne den Blutzuckerspiegel zu erhöhen. Aspartam, Acesulfam-K, Saccharin oder Sucralose sind interessante Alternativen zu Zucker. Da ihr glykämischer Index 0 ist, sind sie perfekt für Diabetiker und können ohne Gesundheitsrisiko genossen werden.

Fokus auf Stevia, eine natürliche Lösung

Die Süßkraft der Stevia-Pflanze ist 300-fach höher als Zucker und kann ihn daher effektiv ersetzen. Mit einem glykämischen Index von 0 stellt sie eine ideale Lösung für Diabetiker dar.

Es gibt ebenfalls Bonbons auf der Basis von Stevia. Auch sie gehören zu den Süßigkeiten, die man den ganzen Tag über genießen kann. Diese natürliche Alternative, bei der man auf Bonbons nicht verzichten muss, wird sicherlich viele Naschkatzen glücklich machen.

Ein zuckerfreier Bonbon, gute Nachrichten für Diabetiker

Bonbons mit Süßstoffen

Einige Marken sind auf die Herstellung von zuckerfreien Bonbons spezialisiert, damit Diabetiker sich etwas gönnen können, ohne sich selbst zu gefährden. Dies ist insbesondere bei dem Unternehmen Halter der Fall, dessen Produkte mit Acesulfam gesüßt werden. Durch die Wahl dieses Süßungsmittels können die Produkte von Diabetikern konsumiert werden.

Die Lieblingsbonbons der Franzosen gibt es nun auch als zuckerfreie Version. Vom Arlequin-Bonbon bis hin zu säuerlichen Fruchtbonbons bieten die Hersteller ein Universum voller Möglichkeiten. Köstliche Vichy-Lutschtabletten, Lakritzgummis und Mentholbonbons werden jetzt mit Süßungsmitteln hergestellt.

Originelle Aromen für Bonbons ohne Zucker

Die Hersteller von Bonbons dieser Art haben es geschafft, nicht nur den Zucker effektiv zu ersetzen, sondern auch interessante Geschmacksrichtungen anzubieten. Diabetiker können somit Sternanis, Cola oder Karamell entdecken.

Dieses kleine Vergnügen kann somit jeden Tag gegessen werden. Eine Lutschtablette mit Kaffeegeschmack macht den Morgen noch angenehmer. Aromen von Kiefernsaft und Marshmallows sind Synonyme für echten Genuss. Durch die in ihnen verwendeten Süßstoffe können Diabetiker sie jetzt auch täglich verzehren.

Risikofreies Vergnügen für Diabetiker

Dank der für jede dieser Bonbons gewählten Alternative zu Zucker können Diabetiker sie nach Belieben konsumieren. Jedoch sollte ihr Kaloriengehalt nicht außer Acht gelassen werden.

Diese Bonbons erhöhen zwar nicht unbedingt den Blutzucker, aber können eine Diät aus dem Gleichgewicht bringen. Zuckerfreie Bonbons sollten daher sparsam verzehrt werden. Es handelt sich vor allem um ein gelegentliches Vergnügen, das jetzt allen zugänglich ist. Diabetiker oder Personen, die auf ihre Linie achten, können auf sie – sofern der Konsum in vernünftigem Maße erfolgt -  zurückgreifen, ohne sich schuldig zu fühlen.

Um Bonbons essen zu können, ohne ihren Blutzuckerspiegel gefährlich zu erhöhen, haben Diabetiker Zugang zu zuckerfreien Produkten,  Dank sorgfältig ausgewählter Süßstoffe stellen diese Produkte keine Risiken für ihre Gesundheit dar.

Die drei wichtigsten Punkte, die Sie sich zu zuckerfreien Bonbons merken sollten:

  • Sie haben einen niedrigen glykämischen Index;
  • Sie sind mit Süßungsmitteln formuliert;
  • Sie sind risikofrei für Diabetiker.
Über den Autor
Paul Musset
Paul Musset
Apotheker
Als Doktor der Phamazie von der Université de Reims (Reims Universität in Frankreich), Paul Musset interessiert sich besonders für Naturheilkunde und für sportliche Ernährung. Er begleitet Sie in Ihrem "Gesundheits- und Schönheitsmagazin" und teilt mit Ihnen seine Gesundheits- und Wellnesstipps.
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