Magnesium, ein herzfreundlicher mineralstoff

Von Paul Musset, Apotheker | Herausgegeben am | Zuletzt aktualisiert am 30/03/2020

Magnesium, ein herzfreundlicher mineralstoff

Nervosität, Müdigkeit, Muskelkrämpfe ... Viellicht ein Mangel an Magnesium? Unter den Mineralsalzen, die für unsere Körperfunktionen unerlässlich sind, rangiert Magnesium ganz oben, denn es nimmt Einfluss auf etwa 300 Stoffwechselreaktionen. Lesen Sie mehr über diesen großzügigen Mineralstoff.

Was ist Magnesium?

Magnesium ist ein Metall und ein chemisches Element (Mg). Es kommt auf unserem Planeten in großen Mengen vor und belegt nach Eisen, Sauerstoff und Silizium den vierten Platz. Sein Name leitet sich vom Namen der griechischen Stadt Magnesia ab, in deren Gegend es viele Lagerstätten von Magnesia gab (ein weißes Mineral aus Magnesiumcarbonat, mit dem sich die Turner ihre Hände und Füße einreiben, um nicht auszurutschen).

1618 erregte es in der kleinen Stadt Epsom in England Aufmerksamkeit, als sich Kühe weigerten, das Wasser aus einem Teich zu trinken, weil es einen zu bitteren Geschmack hatte! Ein englischer Chemiker analysierte es 1715 und fand darin Magnesium. Ein halbes Jahrhundert später gelang es einem anderen Wissenschaftler, Humphry Davy, mit Hilfe von Elektrolyse reines Magnesium aus diesem Salz zu gewinnen. Espsom-Salz ist noch heute im Handel als Magnesiumquelle zur Nahrungsergänzung erhältlich.

Heute wird Magnesium in der Industrie und Chemie häufig genutzt. Im Vergleich zu anderen Metallen ist es sehr leicht und wird z.B. in der Luftfahrt eingesetzt. Aber es hat noch viele andere Anwendungen und Eigenschaften, wie z.B. in Form von Magnesiumoxid, dessen hohe Hitzebeständigkeit (über 2.000°C) geschätzt wird. So wird es zur Herstellung von feuerfesten Ziegeln und Hochöfen verwendet.

Die wichtigsten Funktionen von Magnesium in unserem Körper

Magnesium spielt eine wesentliche Rolle für unsere Körperfunktionen. Es ist in großen Mengen in unserem Organismus vorhanden, zur Hälfte im Skelett und zur Hälfte in den Muskeln und im restlichen Körper. Es ist an mehr als 300 Stoffwechselreaktionen beteiligt. Seine bekanntesten Funktionen betreffen die Übertragung von Nervenimpulsen (Nachrichten, die von den Neuronen mit Hilfe von Neurotransmittern übertragen werden) und die Regulierung der Muskelkontraktion. Die Calcium-Ionen veranlassen die Kontraktion der Muskelzellen.

Magnesium kontrolliert den Ein- und Ausstrom dieses Calziums in die Zellen, so dass sich die Muskelfasern nach der Anstrengung entspannen können. Wenn man von Muskeln spricht, sollte man sich daran erinnern, dass das Herz ein sehr wichtiger Muskel ist, und es wurde nachgewiesen, dass ein ausreichendes Maß an Magnesium vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützt. Es hilft auch, einen korrekten Blutdruck aufrechtzuerhalten und beugt Bluthochdruck vor. Es erhöht den Spiegel des guten Cholesterins im Blut und hilft dadurch, eine Atherosklerose zu verhindern.

Es trägt auch zur Regulierung des Blutzuckerspiegels bei. Es wurde festgestellt, dass Hypomagnesiämie, d. h. ein Mangel an Magnesium die Insulinresistenz erhöht, was ein erster Schritt in Richtung Diabetes sein kann. Magnesium ist auch am Fettstoffwechsel und vielen anderen chemischen Reaktionen in unserem Körper beteiligt.

Wussten Sie schon?
Hämoglobin ist ein im Blut vorhandenes Molekül, das den Sauerstoff zu den Organen transportiert. Seine Struktur besteht aus einem Eisenatom, das von Stickstoff, Kohlenstoff, Sauerstoff umgeben ist. Die Pflanzen besitzen ein sehr wichtiges Molekül, das fast identisch ist, nur dass sich anstelle des zentralen Eisenatoms ein Magnesiumatom befindet. Dieses Molekül ist das Chlorophyll, das grüne Pigment, das die Photosynthese (Herstellung von Kohlenhydraten und Freisetzung von Sauerstoff aus Kohlendioxid dank der Lichtenergie) ermöglicht.

Symptome eines Magnesiummangels

Der Magnesiumgehalt im Blut von etwa 1 % ist nicht wirklich repräsentativ für die im Körper vorhandene Menge an Magnesium. Daher lässt sich ein Magnesiummangel nur schwer durch einen Bluttest feststellen. Es gibt jedoch einige Warnsignale:

  • Erhöhte Nervosität, Reizbarkeit, Stress und Angst, oder sogar Deprimiertheit;
  • Schlafstörungen, insbesondere beim Einschlafen;
  • Muskelkrämpfe, Zittern (insbesondere Augenlider), Kribbeln;
  • Spasmophilie (die bei vielen Patienten einen Zusammenhang mit einem Magnesiummangel in den Zellen zu haben scheint);
  • Übelkeit, Schwindel;
  • Beschleunigter oder unregelmäßiger Herzschlag.

Es sei darauf hingewiesen, dass bestimmte Faktoren eine Hypomagnesiämie begünstigen: alle Verdauungskrankheiten wie Morbus Crohn, Zöliakie, Malabsorptionssyndrom, Folgen eines chirurgischen Eingriffs im Darmtrakt usw., aber auch Alkoholismus. Einige Medikamente können auch die Absorption von Magnesium reduzieren, wie Diuretika, bestimmte Antibiotika, Immunsuppressiva oder orale Verhütungsmittel. Fragen Sie Ihren Arzt danach.

Die positiven Wirkungen von Magnesium

Magnesium hat eher eine präventive und schützende als eine heilende Wirkung. Es wirkt oft in Synergie mit Vitamin B6.

  • Es hat eine schützende Funktion gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
  • Es verhindert die Entstehung von Diabetes.
  • Es bekämpft die Bildung von Nierensteinen.
  • Es lindert prämenstruelle Schmerzen und Migräne (beide verursacht durch Krämpfe).
  • Es beugt Krämpfen vor und reguliert nervöse Impulse, insbesondere das Restless-Legs-Syndrom bei Schwangeren.
  • Studien haben gezeigt, dass Kinder mit ADHS (Attention Deficit Hyperactivity Disorder) in den meisten Fällen unter einem Magnesiummangel leiden.
  • Es beugt Osteoporose vor, indem es hilft, Kalzium zu binden.
  • Es hilft, Schmerzen bei Fibromyalgie zu lindern.
  • Es mindert Nervosität und Angstzustände sowie Spasmophilie-Anfälle.

Die verschiedenen Formen von Magnesium

Magnesium tritt in Form von „Salz“ auf, d.h. es ist mit anderen Elementen verbunden. Einige Formen sind besser als andere, weil sich einfacher assimilieren lassen, aber auch aufgrund ihrer geringfügigen Nebenwirkungen (Störungen des Darmtransits). Hier sind einige von ihnen:

  • Magnesiumcitrat besitzt die beste „Bioverfügbarkeit“, d.h. es wird am besten assimiliert;
  • Marines Magnesium ist besonders reich an Magnesiumelementen, auch wenn es nicht die assimilierbarste Form ist;
  • Magnesiumlaktat ist eine im Handel sehr verbreitete Form. Sein Nachteil ist, dass es Milchsäure enthält, die Muskelkater verursachen kann;
  • Magnesiumglycerophosphat ist wegen seiner hohen Bioverfügbarkeit und geringen abführenden Wirkung interessant;
  • Es gibt auch Magnesiumchlorid, Magnesiumgluconat, Magnesiumpidolat, etc.

Zögern Sie nicht, verschiedene Formen von Magnesium zu testen, um herauszufinden, welche am besten für Sie geeignet ist.

Nahrungsergänzungsmittel mit Magnesium zum Schutz des Gleichgewichts

Bei Verdacht auf Magnesiummangel sollten Sie mehr unraffiniertes Getreide, Saaten, Hülsenfrüchte, Nüsse, Weizenkeime, Bierhefe und sogar dunkle Schokolade essen. Cocooncenter hat viele Magnesium-Nahrungsergänzungsmittel in seinem Angebot, die sorgfältig nach Wirksamkeit und Qualität ausgewählt wurden. Tabletten, Kapseln, Ampullen, Magnesium mit oder ohne Vitaminen und anderen Stoffen … Alles, damit Erwachsene wie auch Kinder von allen positiven Wirkungen von Magnesium profitieren können.

Unsere Auswahl an Magnesiumhaltigen Nahrungsergänzungsmitteln

Magnesium kommt auf der Erde in so großen Mengen vor, dass es schade wäre, an einem Mangel zu leiden! Eine einige Wochen dauernde Magnesiumkur vor dem Winter kann Ihnen helfen, Ihre Gelassenheit zu bewahren und ihre Körperfunktionen zu schützen.

Drei wichtige Merkpunkte zum Thema Magnesium:

  • Magnesium ist für so viele Stoffwechselfunktionen unerlässlich, dass man zu jeder Jahreszeit auf eine ausreichende Zufuhr achten muss, um seine Gesundheit zu schützen;
  • Durch die Wahl der richtigen Dosis und einer gut assimilierbaren Form können sich seine Wirkungen optimale entfalten: Ein Kind benötigt nicht die gleiche Menge wie eine schwangere Frau oder ein Sportler;
  • Bei Niereninsuffizienz kann es gefährlich sein, Magnesiumpräparate ohne ärztlichen Rat einzunehmen. Ferner sollte Magnesium nicht gleichzeitig mit Antibiotika eingenommen werden und allgemein sollten Sie immer Ihren Arzt informieren, wenn Sie bereits in ärztlicher Behandlung sind.
Über den Autor
Paul Musset
Paul Musset
Apotheker
Als Doktor der Phamazie von der Université de Reims (Reims Universität in Frankreich), Paul Musset interessiert sich besonders für Naturheilkunde und für sportliche Ernährung. Er begleitet Sie in Ihrem "Gesundheits- und Schönheitsmagazin" und teilt mit Ihnen seine Gesundheits- und Wellnesstipps.
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