Verstopfung:
wer ist am meisten betroffen und was kann man dagegen tun?

Von Paul Musset, Apotheker | Herausgegeben am | Zuletzt aktualisiert am 31/03/2020

Verstopfung: wer ist am meisten betroffen und was kann man dagegen tun?

Eine der häufigsten Ursachen von Bauchschmerzen ist Verstopfung. Auch wenn sie oft harmlos ist, kann sie uns das Leben schwermachen. Warum leiden Frauen stärker darunter? Was kann man gegen Verstopfung tun? Gibt es wirksame Naturheilmittel? Hier sind die Antworten auf all diese Fragen.

Gründe eines langsamen Darmtransits

Was versteht man unter Darmtransit?

Wie der Name schon sagt, handelt es sich beim Darmtransit um die Zeit, in der die Nahrung ihren Weg durch den Darm zurücklegt. Dies geschieht am Ende der Verdauung, nachdem die Nahrung vom Magen aufgenommen und zum Chymus (eine Art Brei, der teilweise absorbierte Nahrung in Form von Fragmenten enthält) umgewandelt wurde.

Dieser Chymus durchquert dann den Pylorus (Verbindung zwischen Magen und Zwölffingerdarm) und gelangt in den Darmtrakt. In diesem Stadium können Schwierigkeiten im aufgrund eines langsamen Transits (Verstopfung) oder beschleunigten Transits (Durchfall) auftreten.

Chronische oder vorübergehende Verstopfung: mehrere Ursachen und Symptome

Man spricht von gelegentlicher Verstopfung, wenn jemand während einer kurzen Dauer weniger als dreimal pro Woche Stuhlgang hat. Wenn dieses Problem mehrere Monate andauert, kann eine Verstopfung als chronisch betrachtet werden. Sie ist dann im Alltag schwieriger zu ertragen und zu bewältigen.

Sowohl gelegentliche als auch chronische Verstopfung und ihre Symptome sind von Mensch zu Mensch  unterschiedlich. Sie können sich äußern durch:

  • Bauchschmerzen;
  • Völlegefühl;
  • Appetitlosigkeit.

Darmträgheit kann sehr unterschiedliche Ursachen haben, die oft harmlos sind. Abgesehen von pathologischen oder physischen Ursachen (Fehlbildungen) kann dies folgende Auslöser haben:

  • ballaststoffarme Ernährung;
  • zu wenig Flüssigkeitsaufnahme;
  • mangelnde körperliche Betätigung;
  • Einnahme bestimmter Medikamente;
  • plötzliche Umstellung der Lebensweise;
  • hormonelle Veränderung.

Verstopfung: Frauen dreimal mehr betroffen

Eine Frage der Hormone

Einige Studien haben gezeigt, dass Frauen anfälliger für Verstopfung sind als Männer, besonders zu einem bestimmten Zeitpunkt in ihrem Menstruationszyklus: nach dem Eisprung und kurz vor der Menstruation. Aus welchem Grund? Man geht davon aus, dass Progesteron die Hauptursache ist. Sein Spiegel ist zu diesem Zeitpunkt am höchsten, und seine muskelentspannende Wirkung würde zu Darmträgheit führen.

Verstopfung und Schwangerschaft: Schwangere Frauen sind am stärksten betroffen

Während Frauen während ihres klassischen Menstruationszyklus stärker unter gelegentlicher Verstopfung leiden, sind Schwangere von diesem Phänomen besonders stark betroffen. Die Schwangerschaft ist in der Tat eine Zeit, in der das Progesteron kontinuierlich am Höchstwerte erreicht. Deshalb ist Verstopfung ein typisches Schwangerschaftsproblem.

Was sind die Risiken einer Verstopfung, die zu lange dauert?
Es wird davon abgeraten, nichts gegen eine Verstopfung zu tun, denn diese bleibt nicht ohne Folgen. Mögliche Folgen sind:
•  eine Analfissur;
•  Hämorrhoiden;
•  Ein Darmverschluss, der einen medizinischen Eingriff erfordert.

Verstopfung: Was tun und welche natürlichen Mittel anwenden?

Was essen bei Verstopfung?

Bei Verstopfung sollte als erstes die Ernährung auf den Prüfstand gestellt werden. Eine ballaststoffarme Ernährung kann für Schwierigkeiten beim Stuhlgang verantwortlich sein. Die Aufnahme von Ballaststoffen kann eine erste wirksame Lösung gegen Verstopfung sein.

Ballaststoffe sind in vielen Lebensmitteln enthalten, wie z.B.:

  • Trockenfrüchte und Hülsenfrüchte (Kichererbsen, Linsen, Soja usw.);
  • Vollkorn (Reis, Brot, Hafer usw.);
  • Grünes Gemüse (Bohnen, Artischocken, Spinat usw.);
  • Obst.

Um den Darmtransit wieder anzuregen, ist es am besten, sich gesund und mit Nahrungsmitteln zu ernähren, die wirksam gegen Verstopfung sind.

Viel trinken

Richtig zu essen ist sehr gut, gleichzeitig ausreichend zu trinken ist unerlässlich. Viele Menschen warten nämlich, bis sie Durst verspüren, bevor sie ein großes Glas Wasser schlucken. Das ist leider zu spät, denn der Durst ist ein Zeichen dafür, dass es Ihrem Körper bereits an Feuchtigkeit fehlt. Und er benötigt Wasser, um richtig zu funktionieren. Es wird empfohlen, 1,5 Liter Getränke auf Basis von Wasser pro Tag zu trinken.

Bewegung regt den Darm an!

Bewegungsmangel kann zu Verstopfung führen. Aber wo liegt der Zusammenhang zwischen Sport und Verstopfung? Alles ist eine Frage der Muskulatur. Regelmäßige körperliche Betätigung hilft, die Bauchmuskulatur zu stärken.

Diese unterstützt die Darmtätigkeit und hilft, die Nahrungsmittel zum Ausgang zu befördern. Aber es ist nicht notwendig, übermäßigen Sport zu treiben, um gegen die Verstopfung anzugehen. Ein 30 bis 45-minütiger Spaziergang pro Tag reicht bereits aus, um Ihren Körper in Form zu halten und Ihren Darm bei der Erfüllung seiner Aufgabe zu unterstützen.

Natürliche Lösungen zur Linderung von Verstopfung

Um schnell wieder eine korrekte Darmtätigkeit zu erhalten und sich wieder wohl zu fühlen, bietet Cocooncenter Nahrungsergänzungsmittel auf Basis von:

  • Ballaststoffen für eine bessere Regulierung;
  • Heilpflanzen oder mikrobiotische Stämme zur Wiederherstellung des Gleichgewichts der Darmflora.

Die Phytotherapie ist eines der am weitesten verbreiteten natürlichen Mittel zur Behandlung von Verstopfung und anderer Verdauungsbeschwerden. Hier sind zwei pflanzliche Produkte, die wir für Sie ausgewählt haben:

Die Vorteile von Rhabarber

Rhabarber ist halb Gemüse und halb Obst und ein sehr gutes natürliches Abführmittel. Deshalb ist er in der Phytotherapie in vielen Produkten gegen Verstopfung, wie im Juvamin Darmtransit enthalten. Seine besondere Stärke? Es kombiniert Rhabarber mit anderen Pflanzen, die auch für ihre abführenden Eigenschaften bekannt sind, wie Süßholz und Eibisch. Je nach Grad der Verstopfung reichen 1 bis 3 Tabletten pro Tag aus, um in wenigen Tagen wieder einen korrekten Darmtransit zu erhalten (nicht länger als 8 Tage hintereinander einnehmen).

Die Synergie von Pflanzen für eine gute Verdauung

Mit Aboca Sollievo Bio 90 Tabletten setzt Cocooncenter  auf die kombinierte Kraft der Pflanzen. Dieses Produkt enthält in Pulverform:

  • Löwenzahnwurzeln, die die Funktionen von Leber und Gallenblase anregen;
  • Fenchel, dessen Samen für ihre verdauungsfördernde Wirkung bekannt sind;
  • Sennesblätter (Cassia angustifolia) mit abführender Wirkung, indem sie den Stuhl flüssiger machen;
  • Kümmel, der als sehr wirksames verdauungsförderndes Gewürz bekannt ist.

Nahrungsergänzungsmittel sind ein wirksames Mittel zur Vorbeugung von Verstopfung. Ohne eine gleichzeitige gesunde und ausgewogene Ernährung jedoch verlieren sie ihre positiven Wirkungen und die Verdauungsprobleme werden weiterhin bestehen. Deshalb muss der erste Reflex bei Verstopfung auf jeden Fall sein, seine Essgewohnheiten auf den Prüfstand zu stellen.

Die drei wichtigsten Merkpunkte zum Thema Verstopfung:

  • Eine korrekte Feuchtigkeitszufuhr ist die Grundlage einer guten Darmtätigkeit.
  • Aus hormonellen Gründen sind Frauen dreimal stärker betroffen als Männer.
  • Verstopfung ist nicht unvermeidlich: Es gibt natürliche Wege, sie zu verhindern.
Über den Autor
Paul Musset
Paul Musset
Apotheker
Als Doktor der Phamazie von der Université de Reims (Reims Universität in Frankreich), Paul Musset interessiert sich besonders für Naturheilkunde und für sportliche Ernährung. Er begleitet Sie in Ihrem "Gesundheits- und Schönheitsmagazin" und teilt mit Ihnen seine Gesundheits- und Wellnesstipps.
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