Die wahl der zahnpasta:
für jedes problem die geeignete lösung

Von Paul Musset, Apotheker | Herausgegeben am | Zuletzt aktualisiert am 30/03/2020

Die wahl der zahnpasta: für jedes problem die geeignete lösung

Bei Zahnpasta ist das Angebot so vielfältig, dass es manchmal schwierig ist, sich zurechtzufinden. Jede von ihnen hat jedoch sehr spezifische Eigenschaften, und eine falsche Wahl kann Ihnen echte Vorteile für Ihre Zähne vorenthalten. Wie wählt man die beste Zahnpasta aus, die für jedes Alter und jede Situation am besten geeignet ist?

Anti-Zahnstein und Anti-Karies Zahnpasten

Wir hören oft von Zahnstein und Plaque, aber was genau ist das? Beim Essen verbleiben eine Vielzahl von Nahrungspartikeln in unserem Mund, vor allem Zucker, und einige von ihnen werden zu Säuren umgewandelt. Sie vermischen sich mit Proteinen im Speichel, mit schädlichen Bakterien und den von ihnen produzierten Giftstoffen und lagern sich als weißlicher Belag auf den Zähnen ab.

Diese Plaque ist eine echte Plage für die Zähne, da Säure und Bakterien den Zahnschmelz angreifen und Karies oder sogar noch schmerzhaftere Infektionen wie Abszesse verursachen. Wenn die Zähne nicht korrekt geputzt werden, wird dieser Belag hart und mineralisiert allmählich zu Zahnstein, der das Zahnfleisch am Zahnhals reizt. Dies kann dann zu einer Vergilbung und Lockerung der Zähne führen.

Anti-Zahnstein Zahnpasten entfernen nicht den bereits gebildeten Zahnstein: Das kann nur der Zahnarzt! Ihre Zusammensetzung jedoch sorgt dafür, dass die bakterielle Plaque weniger haftet und sich somit weniger an den Zähnen ablagert. Anti-Karies-Zahnpasten enthalten oft Fluorid, das hilft, den Zahnschmelz zu remineralisieren und ihn kräftiger zu machen.

Fluor – Freund oder Feind?
Fluor ist ein Mineralstoff, der sich der Struktur des Zahnschmelzes fixiert und ihn resistenter gegen Karies macht. In sehr niedrigen Dosen ist er daher ein Verbündeter der Mundgesundheit. Die empfohlene Dosis sollte jedoch niemals überschritten werden. In Überdosierung verursacht Fluorid „Fluorose“. Diese Erkrankung äußert sich durch kleine weiße Flecken auf den Zähnen, kann aber im schlimmsten Fall zu ihrem Zerfall führen. Wählen Sie also die Zahnpasta mit der richtigen Dosis für Ihr Alter. Von 0 bis 3 Jahren überhaupt keine Zahnpasta. Für 3 bis 6 Jahre eine Zahnpaste mit weniger als 500 ppm (parts per million) Fluorid. Von 7 bis 12 Jahren zwischen 500 und 1000 ppm, und für Erwachsene maximal 1500 ppm.

Unsere Auswahl an Zahnpasten gegen Zahnbelag / Karies

Weißmacher-Zahnpasten

Nicht alle haben ein strahlend weißes Lächeln! Die Zahnfarbe ist von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich, aber auch bestimmte Gewohnheiten tragen zur dauerhaften Vergilbung des Zahnschmelzes bei: vor allem Tabak, aber auch Tee und Kaffee.

Nur eine spezielle Behandlung durch einen Zahnarzt kann die Zähne wirklich aufhellen. Einige Zahnpasten können jedoch dabei helfen, das Lächeln heller strahlen zu lassen. Einige von ihnen enthalten Mikropartikel von Natriumbikarbonat, dessen Schleifeffekt dazu beiträgt, Verfärbungen, z.B. durch Getränke, zu entfernen. Es ist besser, diese Zahnpasta zu verwenden, als die Zahnbürste mit reinem Bikarbonat zu bestreuen, denn dieses hat eine zu stark schleifende Wirkung und würde den Zahnschmelz schwächen. Andere Zahnpasten bleichen durch die Wirkung eines optischen Aufhellers, der sich auf den Zähnen ablegt und einen Eindruck von Weißheit erweckt. Wieder andere betonen die Farbe des Zahnfleisches, damit die Zähne im Kontrast weißer wirken.

Unsere Auswahl an Zahnpasten für weiße Zähne

Zahnpasten gegen Mundgeruch

Jeder zweite Mensch hat bereits gelegentlich oder langfristig Probleme mit Mundgeruch, auch Halitosis genannt, erlebt. Mundgeruch kann durch Verdauungskrankheiten, Zahn-, Zahnfleisch- oder Mundinfektionen oder Mundtrockenheit aufgrund mangelnder Speichelbildung entstehen. Rauchen ist auch ein bekannter Faktor bei Mundgeruch. Wenn keine dieser Ursachen vorliegen, ist er in den meisten Fällen einfach die Folge einer schlechten Mundhygiene. Bakterien vermehren sich und setzen unangenehm riechende Schwefelverbindungen frei.

Das erste, was Sie tun müssen, ist daher, Ihre Zähne besser zu putzen! Einige Zahnpasten können die Situation jedoch mit ihrem frischen, minzigen Duft, antiseptischen Mitteln oder speichelfördernden Inhaltsstoffen verbessern.

Unsere Auswahl an Zahnpasten gegen Mundgeruch

Zahnpasten für empfindliche Zähne

Die Kälte- und Wärmeempfindlichkeit ist oft die Folge einer beginnenden Lockerung der Zähne, bei der ein Teil der Wurzel aus Dentin freigelegt wird, das poröser ist als Zahnschmelz. Die Kälte und die Hitze erreichen dann die Nerven, die sich in der Pulpa des Zahnes befinden. Zahnpasten, die die Empfindlichkeit der Zähne bekämpfen, füllen die kleinen Löcher im Dentin mit Mineralstoffen. Wenn dies nicht ausreicht, kann der Zahnarzt ein härtendes Gel auf den Hals empfindlicher Zähne auftragen.

Unsere Auswahl an Zahnpasten für empfindliche Zähne

Und was ist mit den Kindern?

Während viele Erwachsene mentholhaltige Düfte schätzen, die ein Gefühl von Sauberkeit und Frische vermitteln, ist dies bei Kindern nicht der Fall, die vor diesen leicht scharfen Aromen oft zurückschrecken. Für sie haben die Hersteller viele Zahnpasten mit verschiedensten Geschmacksrichtungen entwickelt, mit Erdbeer- oder Kaugummi-Geschmack, in kleinen Tuben in lustigen oder praktischen Formen (z.B. Dosierflaschen).

Seien Sie vorsichtig mit der Menge: Kinder unter drei Jahren benötigen keine Zahnpasta, zumal sie diese nicht richtig ausspucken können. Das Bürsten muss von einem Erwachsenen durchgeführt werden. Für Kinder ab drei ist eine erbsengroße Menge ausreichend. Das Kind kann dann lernen, seine Zähne allein zu putzen, aber unter der Aufsicht eines Erwachsenen, um die richtigen Bewegungen zu lernen und die Mindestdauer von zwei Minuten einzuhalten!

Unsere Auswahl an Zahnpasten für Kinder

Es muss nicht immer die gleiche Zahnpasta sein. Wählen Sie je nach Ihren aktuellen Bedürfnissen die Zahnpasta, die für Sie am besten ist, die die Wirkung hat, die Sie benötigen! Bei Cocooncenter finden Sie eine große Auswahl an hochwertigen Zahnpasten, ob bio oder nicht, mit natürlichen Inhaltsstoffen, mit oder ohne Fluorid, für Erwachsene und Kinder.

Drei Merkpunkte zur Wahl der Zahnpasta:

  • Zahnfarbe, Festigkeit des Zahnschmelzes, Speicheleigenschaften: Nicht alle von uns sind gleich, wenn es um Zahnprobleme geht. Jeder muss die am besten für seine Bedürfnisse geeignete Zahnpasta finden;
  • Wirklich weißere Zähne sind durch eine spezielle Behandlung beim Zahnarzt möglich. Einige Zahnpasten können die Vergilbung reduzieren, Produkte mit zu starkem Schleifeffekt sind jedoch zu vermeiden;
  • Achten Sie auf die Dosierung von Fluorid je nach Alter und Ernährung.
Über den Autor
Paul Musset
Paul Musset
Apotheker
Als Doktor der Phamazie von der Université de Reims (Reims Universität in Frankreich), Paul Musset interessiert sich besonders für Naturheilkunde und für sportliche Ernährung. Er begleitet Sie in Ihrem "Gesundheits- und Schönheitsmagazin" und teilt mit Ihnen seine Gesundheits- und Wellnesstipps.
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