Grüner tee:
blätter voller talente...

Von Paul Musset, Apotheker | Herausgegeben am

Grüner tee: blätter voller talente...

Wussten Sie, dass Tee weltweit nach Wasser das zweithäufigste getrunkene Getränk ist? Von allen Teesorten ist grüner Tee zweifellos am interessantesten für die Gesundheit. Erfahren Sie, warum so viel über ihn geredet wird.

Tee und die Menschheit: eine lange Liebesgeschichte

Die Geschichte des Tees , wie wir ihn kennen, beginnt vor langer Zeit in China. Doch der erste schriftliche Beleg stammt ungefähr aus dem 8. Jahrhundert: Ein chinesischer Dichter, Lu Yu, hat eine Abhandlung über seine Kultur und Zubereitung verfasst, ohne seine symbolische Bedeutung zu vergessen. Es scheint, dass er anfangs den Würdenträgern vorbehalten war, sich dann aber in der ganzen Bevölkerung verbreitete.

China hat danach begonnen, dieses wertvolle Lebensmittel zu exportieren: So ist es nach Tibet, nach Indien und nach Japan gekommen. Im 17. Jahrhundert hat die niederländische Handelsmarine den Tee nach Europa importiert. Dieses Getränk hat fast alle verführt und für sich eingenommen. In England war die Begeisterung so groß, dass das Ritual des „Fünf-Uhr-Tees“ schnell zur nationalen Institution wurde! Im 19. Jahrhundert haben die Briten zudem die Teekultur in Indien entwickelt.

Heute ist China der größte Teeproduzent, gefolgt von Indien und Kenia. Während schwarzer Tee eine komplexere Wandlung durchläuft (bis zu 14 Schritte), unter anderem die Oxidation, wird grüner Tee einfach zum Welken gebracht, schnell erhitzt, bevor er oxidiert, und anschließend gerollt und getrocknet. In den meisten Ländern werden die Blätter noch per Hand gepflückt. Nur die Endknospe und die ihr am nächsten gelegenen Blätter werden ungefähr 4 Mal pro Jahr geerntet.

Welche Wirkstoffe hat grüner Tee?

Die wichtigsten Wirkstoffe im grünen Tee sind Koffein (in diesem Fall auch Thein genannt, es handelt sich jedoch um das gleiche Molekül wie im Kaffee), Antioxidantien aus der Familie der Katechine (vor allem die sogenannten EGCG, Epigallocatechin-3-Gallat) und Theanin. Grüner Tee enthält zwischen 30 und 50 mg Koffein auf eine große Tasse, während schwarzer Tee 25 bis 110 mg enthält. Grüner Tee stört somit weniger den Schlaf. Die getrockneten Blätter des grünen Tees enthalten zwischen 15 und 30 % Katechine, von denen die Hälfte EGCG sind. Schwarzer Tee dagegen enthält nur 9 % (dafür aber andere Polyphenole). Theanin soll einen positiven Effekt auf die Funktion des Nervensystems haben.

Wie wird Tee in der Welt getrunken?
Gesalzener Tee mit Yak-Butter in Tibet, stark gezuckerter Pfefferminztee in Marokko, Tapiokaperlen-Tee in Taiwan, Yerba Mate in Brasilien, Fünf-Uhr-Tee in Großbritannien, in Russland sehr schwarzer, mit Wasser verdünnter Tee, die in einem Samowar warm gehalten wird, sehr würziger, in Milch gebrühter Tee in Indien: Das sind nur einige Beispiele dafür, wie die Welt den Tee genießt! Und was ist mit der berühmten Teezeremonie in Japan? Das ist eine Kunst für sich! Sie wird vom Teemeister zelebriert. Jede einzelne Geste ist festgelegt, um die Harmonie, den Respekt, die Reinheit und die Ruhe zu kultivieren...

Gesundheitsfördernde Effekte von grünem Tee

  • Condyloma (Genital- oder Analwarzen): Sie können mit bestimmten Heilsalben mit Katechinen aus grünem Tee behandelt und Rezidive verhindert werden.
  • Cholesterin: Grüner Tee senkt den Cholesterinspiegel. vor allem den des „schlechten“ Cholesterins, das LDL.
  • Kognitive Funktionen und Gedächtnis: Mehrere Studien haben die Wirksamkeit von grünem Tee beim Erhalt der Gedächtnisleistung, bei der Funktion neuronaler Verbindungen, bei der Verringerung des Risikos für senile Demenz und kognitive Störungen sowie bei einer Verbesserung der Durchblutung im Hirn nachgewiesen...
  • Abnehmen: Kann man mit grünem Tee abnehmen? Ärzte beantworten die Frage eher verhalten. Das Abnehmen mit grünem Tee neben einer Diät kann jedoch einfacher sein. Neben seinen wassertreibenden Eigenschaften kann er tatsächlich die Produktion eines Hormons stimulieren, das sogenannte Noradrenalin, das die Beseitigung von Fettzellen begünstigt.
  • Einige Studien haben versucht, die hemmende Wirkung auf das Wachstum bestimmter Krebserkrankungen nachzuweisen. Die Belege sind jedoch unzureichend, um dies sicher zu bestätigen.

Während der Stillzeit oder Schwangerschaft sollte grüner Tee nur nach Rücksprache mit dem Arzt getrunken werden.

Wie lassen sich die Vorteile von grünem Tee am besten nutzen?

Cocooncenter stellt Ihnen ein umfangreiches Sortiment an Produkten aus den Extrakten von grünem Tee bereit, die in Bezug auf ihre Qualität und richtige Dosierung streng ausgewählt werden. Sie erhalten grünen Tee im Beutel für ein anregendes, entgiftendes und köstliches Getränk, aber auch in Form von Nahrungsergänzungsmitteln als Kapseln oder Tabletten, um einen verstärkten Nutzen zu erzielen. Zahlreiche Produkte kombinieren die Vorteile von grünem Tee und Guarana, einem koffeinhaltigen Getreide, in stark konzentrierter Form, um den Fettabbau zu beschleunigen und den Zellstoffwechsel anzukurbeln.

Grüner Tee ist nicht nur ein leckeres, belebendes Getränk, sondern fast ein natürliches Arzneimittel. Wie alle Medikamente muss er verantwortungsvoll und in Maßen zu sich genommen werden. Vertrauen Sie den sorgfältig ausgewählten Produkten von Cocooncenter.

Die drei wichtigsten Informationen zu grünem Tee:

  • Grüner Tee ist ein seit dreißig Jahrhunderten bekanntes und beliebtes Getränk. Studien belegen kontinuierlich seine Vorzüge.
  • 1 bis 3 Tasse täglich oder die entsprechende Menge als Nahrungsergänzungsmittel ist die Höchstmenge, um von den Vorteilen des grünen Tees unbesorgt profitieren zu können. Schwangere oder stillende Frauen, Personen mit Eisen- oder Folmangel oder mit Lebererkrankungen sollten vor dem Konsum von grünem Arzt Rücksprache mit ihrem Arzt halten.
  • Für einen vielseitigen Genuss probieren Sie doch einmal alle Teesorten aus: grüner, schwarzer, weißer, gelber, natürlicher oder aromatisierter Tee... Der sogenannte rote Tee ist ein interessantes Getränk, aber eigentlich kein Tee: Es handelt sich um eine andere Pflanze, um Rooibos, die in Südafrika wächst.
Über den Autor
Paul Musset
Paul Musset
Apotheker
Als Doktor der Phamazie von der Université de Reims (Reims Universität in Frankreich), Paul Musset interessiert sich besonders für Naturheilkunde und für sportliche Ernährung. Er begleitet Sie in Ihrem "Gesundheits- und Schönheitsmagazin" und teilt mit Ihnen seine Gesundheits- und Wellnesstipps.
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