Aloe vera:
die pflanze, die viele vorzüge in sich vereint

Von Marion , Kosmetikerin | Herausgegeben am

Aloe vera: die pflanze, die viele vorzüge in sich vereint

Aloe Vera ... Fast allen ist dieser Name ein Begriff, aber nur wenige kennen wirklich ihre Vorzüge und vielfältigen Anwendungsbereiche. Wir würden Ihnen gern die zahlreichen Geheimnisse dieser praktischen, köstlichen Pflanze näher bringen.

Aloe Vera: Wodurch zeichnet sich diese Pflanze aus?

Geschichte und Herkunft

Aloe Vera kommt ursprünglich aus Afrika und ist auf einigen Inseln im Indischen Ozean heimisch. Dort ist sie bereits seit vielen Jahrtausenden wild wachsend zu finden. Mittlerweile wird sie in zahlreichen Ländern wie den USA, Mexiko oder den Philippinen für die industrielle Nutzung angebaut.

Aufgrund ihrer vielfältigen positiven Eigenschaften wird die Aloe Vera-Pflanze seit mehr als 5000 Jahren verwendet. In der griechischen Antike wurde Aloe Vera bevorzugt für die Behandlung von Geschwüren eingesetzt und in Ägypten als Hautpflegemittel verwendet. Abgesehen davon soll die Aloe Vera vor 4000 Jahren bis nach China gelangt sein, wo sie im Bereich der Pflanzenheilkunde eingesetzt wurde.

Wie wirkt Aloe Vera?

Aus Aloe Vera können verschiedene Substanzen mit sehr unterschiedlicher Wirkung gewonnen werden.

  • Aloe-Latex: Der gelbe, bittere Saft, der sich direkt unter der Blattrinde der Pflanze befindet. Er enthält Aloin, ein Molekül mit abführender Wirkung. Deshalb kann er eingesetzt werden, um Verstopfungen zu bekämpfen. Achtung: Aloe-Latex sollte nur in Maßen konsumiert werden, da diese Substanz in zu hoher Dosierung giftig für den Magen ist.
  • Gel: Es wird aus dem Fruchtfleisch der Aloe Vera gewonnen und kann innerlich sowie äußerlich angewendet werden. Das Gel verfügt über zahlreiche  Eigenschaften, die sich positiv auf unsere Haut auswirken, ist jedoch auch ein ausgezeichnetes Nahrungsergänzungsmittel für den Körper.

Eine reichhaltige, vielseitige Zusammensetzung
Aloe Vera-Blätter enthalten mehr als 75 Wirkstoffe, 20 Mineralien, 20 Aminosäuren und 12 Vitamine. Durch diese Zusammensetzung erklären sich die zahlreichen Verwendungsmöglichkeiten der Pflanze in Kosmetika, Nahrungsergänzungsmitteln und als ergänzendes Mittel zur Behandlung verschiedenster Erkrankungen.

Über welche positiven Eigenschaften verfügt Aloe Vera?

Wie kann diese Pflanze verwendet werden?

Aloe Vera wird in den meisten Fällen äußerlich angewendet. Das Aloe Vera-Gel bildet einen Film, der zu 99 % aus Wasser besteht und hat – wie die Haut – einen pH-Wert von 4,5. Deshalb wird es so gern im Zusammenhang mit der Haut eingesetzt. Es ermöglicht eine einfache, schnelle und wirksame Behandlung vieler Hautprobleme.

Aloe Vera kann auch eingenommen werden. In der Regel wird die Pflanze dann als Zutat zu Gerichten dazugegeben. Der innere Teil des Blattes ist essbar.  Es handelt sich um das transparente Fruchtfleisch der Aloe Vera, aus dem das Gel gewonnen wird. Dieser Teil der Pflanze kann so, wie er ist, verzehrt werden. Es empfiehlt sich jedoch, noch andere Zutaten hinzuzugeben (beispielsweise als Bestandteile eines Smoothie), weil er fade schmeckt. Auch für die Zubereitung heißer Gerichte (beispielsweise Suppen) kann Aloe Vera verwendet werden. Allerdings sollte die Pflanze erst gegen Ende hinzugegeben werden, damit die Enzyme erhalten bleiben.

Aloe Vera: zahlreiche positive Eigenschaften

Fördert eine gesunde Darmflora

Der Aloe Vera-Saft, der vorzugsweise unbehandelt verzehrt werden sollte, verfügt über antiseptische Eigenschaften, die verhindern, dass sich übermäßig viele Viren und Bakterien im Verdauungssystem bilden. Außerdem hat er eine entzündungshemmende Wirkung und bildet im Verdauungstrakt eine schützende Schicht, die dafür sorgt, dass es weniger häufig zu Magenschmerzen und Sodbrennen kommt.

Hilft bei Hautproblemen

Aloe Vera wird gern auf die Haut aufgetragen, lindert bekanntermaßen Akne im Gesicht und wird zur Behandlung von Genitalherpes eingesetzt. Außerdem beschleunigt Aloe Vera die Wundheilung.

Wird eingesetzt, um Geschwüre zu heilen

Aloe Vera enthält Aloeluzin – eine Substanz, die die Zellregeneration anregt und die Heilung von Geschwüren beschleunigt.

Wirkt gegen Diabetes und Zahnbelag

Die Pflanze bewirkt, dass der Blutzuckerspiegel im Blut sinkt und die Insulinproduktion angeregt wird. Das Fruchtfleisch de Aloe Vera kann als Saft oder als Kapsel verzehrt werden. Dank ihrer antibakteriellen Wirkung wirkt Aloe Vera als Mundwasser gegen Zahnbelag.

Eines der Schönheitsgeheimnisse von Kleopatra
Die Königin war für ihre Kosmetikrezepturen bekannt. Eselsmilch war nur eines der Mittel, derer sie sich bediente, um ihre legendäre Schönheit zu wahren. Einem unvollständig erhaltenen Papyrus ist zu entnehmen, dass sie sich Aloe Vera-Gel in die Haut einmassierte, um sie jung zu halten und für einen strahlenden Teint zu sorgen. Außerdem verwendete sie es als Augentropfen, um ihre Sehkraft zu stärken.

Aloe Vera: In der Kosmetikbranche unverzichtbar

Aloe Vera für das Haar

Einzige Vorzüge von Aloe Vera beziehen sich auf die Haare. Schöne Haare müssen ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt werden. Aloe Vera besteht zu 99 % aus Wasser und ist deshalb wunderbar dafür geeignet, ihre Haare bis in die Tiefe mit Feuchtigkeit zu versorgen. Tragen Siel Aloe Vera-Gel auf das feuchte Haar oder direkt auf die Kopfhaut auf, wenn diese gereizt ist. Aloe Vera ist gut für die Anwendung bei fettigem sowie trockenem Haar geeignet. Die Pflanze regt sogar das Haarwachstum an.  Wenn Sie Aloe Vera verwenden möchten, können Sie entweder fertige Produkte kaufen, die Aloe Vera enthalten (Shampoo, Maske) oder das Gel selbst aus dem Fruchtfleisch gewinnen und auf Ihre Haare auftragen.

Aloe Vera für die Haut

Aloe Vera hat eine wohltuende, lindernde Wirkung.  Menschen, die unter Schuppenflechte und Ekzemen leiden, können somit durch das Auftragen von Aloe Vera den Juckreiz lindern. Dank ihrer beruhigenden Wirkung hilft Aloe Vera bei Verbrennungen sowie strahleninduzierter Dermatitis und Sonnenbrand. Das Gel der Pflanze ist auch sehr wirksam bei Insektenstichen, da es den Juckreiz lindert. Ein weiterer Vorteil von Aloe Vera ist, dass sie sowohl trockener Haut Feuchtigkeit spenden, als auch die Talgproduktion fettiger Haut reduzieren kann. Wenn es darum geht, die Haut zu behandeln, wird Aloe Vera äußerlich als Gel aufgetragen, das aus dem Fruchtfleisch der Pflanze gewonnen wird.

Tägliche Anwendung von Aloe Vera

Es gibt zahlreiche Produkte, die Sie verwenden können, um Ihren Körper täglich mit Aloe Vera zu pflegen.

Versorgen Sie zunächst Ihre Haut bis in die Tiefe mit Feuchtigkeit, indem Sie Cremes verwenden, die Aloe Vera-Gel enthalten. Sie können diese ebenso auf Ihr Gesicht und den Rest des Körpers auftragen. Pflegen Sie anschließend Ihr Haar und Ihre Kopfhaut mit einem Shampoo auf Aloe Vera-Basis.

Profitieren Sie von allen positiven Eigenschaften der Aloe Vera, indem Sie sie innerlich als Saft oder Kapseln anwenden. Auf diese Weise stärken und regenerieren Sie Ihren Körper von innen heraus.

Die Pflanze Aloe Vera verfügt über zahlreiche positive Eigenschaften. Diese wirken sich auf unseren ganzen Körper aus: auf die Haut, die Haare, die Verdauung und sogar auf Diabeteserkrankungen. Aloe Vera wird seit Jahrtausenden verwendet und die Attraktivität der Pflanze wird auch in Zukunft nicht nachlassen.

Die drei wichtigsten Informationen zu Aloe Vera:

  • Aus Aloe Vera können zwei sehr unterschiedliche Substanzen gewonnen werden: Aloe-Latex und Gel. Ersteres wird aus der Blattrinde, letzteres aus dem inneren Teil der Blätter gewonnen.
  • Aloe Vera kann sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden.
  • Im Zusammenhang mit der Einnahme von Aloe Vera sind keine unangenehmen Nebenwirkungen bekannt – einer der Vorteile der Pflanze. Somit können wir alle uneingeschränkt von den positiven Eigenschaften der Aloe Vera profitieren.
Über den Autor
Marion
Marion
Kosmetikerin
Als diplomierte Kosmetikerin ist Marion auf dermokosmetische Pflege und Make-Up spezialisiert. Duch "Mein Gesundheits- und Schönheitsmagazin" hilft sie Ihnen dabei Ihr Gesicht und Ihren Körper zu pflegen und teilt mit Ihnen ihre Schönheitstipps.
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