Schwangerschaftsmaske:
alles über die Hyperpigmentierung werdender Mütter

Von Paul Musset, Apotheker | Herausgegeben am

Schwangerschaftsmaske: alles über die Hyperpigmentierung werdender Mütter

Von vielen schwangeren Frauen gefürchtet, betrifft die Schwangerschaftsmaske, auch unter der Bezeichnung Melasma bekannt, 10 bis 15% der werdenden Mütter. Sie ist zwar harmlos für die Gesundheit, aber auf ästhetischer Ebene eine Belastung für die betroffenen Frauen. Was ist die Ursache für eine Schwangerschaftsmaske? Ist es möglich, ihr Erscheinen zu verhindern? Und wie kann man sie im Fall eines Auftretens beseitigen?

Die Schwangerschaftsmaske: Erklärungen

Wie erkennt man ein Melasma?

Die Schwangerschaftsmaske äußert sich durch Pigmentflecken im Gesicht. Diese großflächigen braunen oder gräulichen Flecken erscheinen in konzentrierter Form und im Allgemeinen hauptsächlich auf der Stirn, auf der Augenkontur, oberhalb der Lippen und auf den Wangen. Oft wird ein Symmetriespiel auf jeder Seite des Gesichts beobachtet, was den Namen der Maske erklärt. Ein Melasma ist völlig gutartig. Auch wenn es einen Mangel an Homogenität im Teint gekennzeichnet ist, so stellt es keine Gefahr für die Gesundheit dar.

Die Ursachen einer Schwangerschaftsmaske

Der genaue Ursprung eines Melasmas ist bis heute unbekannt. Als Hauptursache gilt eine hormonelle Störung. Aus diesem Grund sind hauptsächlich schwangere Frauen Opfer dieses Phänomens, und insbesondere dann, wenn der Hormonspiegel am höchsten ist (zweiter Teil der Schwangerschaft). Ein Überschuss an Östrogen stimuliert lokal die Melaninproduktion (Pigment, das der Haut ihre Farbe verleiht).

Gleichzeitig können auch familiäre Faktoren in Frage kommen und das Auftreten einer Schwangerschaftsmaske begünstigen. Auch die genetische Veranlagung spielt eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung eines Melasmas. In der Tat sind dunkle Fototypen von Natur aus empfindlicher für das Auftreten dieser Form von Hyperpigmentierung. Aus diesem Grund finden sich Schwangerschaftsmasken häufig auf schwarzer Haut.

Der aktivierende Hauptfaktor für ein Melasma: die Sonne

Melanin ist ein natürliches Pigment, dessen Aufgabe es ist, die Haut vor den schädlichen Auswirkungen der Sonne zu schützen. Wird die Haut ultravioletter Strahlung ausgesetzt, aktivieren sich die Melanozyten (Zellen in den tiefen Schichten der Epidermis) und bringen dunkle Pigmente an der Oberfläche hervor, die einen Schutzfilm bilden.

Da die Hyperpigmentierung, die sich aus einer Schwangerschaftsmaske ergibt, mit einer Überproduktion von Melanin verbunden ist, scheint die Sonnenexposition ein natürlicher Hauptauslöser zu sein.

Sind schwangere Frauen die einzigen, die von einem Melasma betroffen sind?
Nein. Wenn es sich um ein hormonell bedingtes Problem handelt, können Hormonbehandlungen wie Verhütungsmittel (Pille, Verhütungsstäbchen, Spirale...) ebenfalls das Bilden einer Schwangerschaftsmaske fördern.

Wie vermeidet man eine Schwangerschaftsmaske?

Der beste Verbündete gegen ein Melasma: absoluter Schutz vor Sonne

Melanin aktiviert sich unter dem Einfluss ultravioletter Strahlung. Um seine Produktion einzuschränken und ein mit braunen Flecken bedecktes Gesicht zu vermeiden, ist es äußerst wichtig, eine Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor (Index 50 oder 50+) zu verwenden, und das auch im Winter. Man sollte wissen, dass es manchmal nur 5 Minuten ungeschützter Exposition bedarf, bis Hyperpigmentierungen auftreten. Darüber hinaus ist eine häufige Erneuerung der Sonnencreme notwendig, um ausreichenden Schutz zu gewährleisten.

Die richtigen Praktiken zur Vermeidung eines Melasmas

Die beste Methode, um das Auftreten von dunklen Flecken oder Pigmentflecken zu vermeiden, ist vor allem, seine Haut jeden Tag Schritt für Schritt zu pflegen:

  1. Reinigung mit beruhigendem Wasser wie Thermalwasser;
  2. Peelings, um Unreinheiten sowie abgestorbene Haut zu entfernen und der Haut zu helfen, von der folgenden Pflege zu profitieren;
  3. Hydratation zur Neubildung des Hydrolipidfilms, dem Schutz der Epidermis.

Abgesehen von der Einhaltung dieses Pflegeprogramms gibt es nicht viele Geheimnisse. Um das Auftreten unschöner Flecken aufgrund einer Schwangerschaftsmaske zu vermeiden, ist es für eine schwangere Frau am besten, eine längere Sonnenexposition zu den wärmsten Uhrzeiten zu vermeiden. Selbst die beste Sonnencreme kann auf Dauer keinen vollständigen Schutz garantieren.

Im Falle einer unvermeidbaren Exposition finden Sie nachstehend zwei Tipps zum Schützen des Teints:

  • Tragen Sie über der Sonnencreme ein Mineralpuder mit Lichtschutzfaktor auf. Dies verstärkt den bereits durch die Creme gebotenen Schutz. Zusätzlich fixiert das Puder die in der ersten Schicht aufgetragene Sonnencreme;
  • Tragen Sie einen Hut mit breiter Krempe, der das Gesicht ausreichend bedeckt, oder ein Basecap.

Tabak fördert Melasma
Wussten Sie schon? Tabak und Schwangerschaft sind von Natur aus keine gute Kombination für die Gesundheit und Entwicklung des Fötus. Man sollte aber auch wissen, dass Zigaretten schädlich für die Haut sind. Tabak hat eine oxidierende Wirkung auf die Zellen und verändert die Elastizität der Haut. Letztere trocknet leichter aus und wird anfälliger für die Entwicklung brauner Flecken.

Die Schwangerschaftsmaske hat sich gebildet: wie stellt man die Gleichmäßigkeit seines Gesichts wieder her?

Zunächst wird oft davon abgeraten, bei einer laufenden Schwangerschaft auf ein Melasma einzuwirken. Einerseits kann die Verwendung eines Depigmentierungsproduktes schädliche Auswirkungen auf den Fötus haben, und andererseits verschwinden die braunen Flecken meistens von selbst, sobald der Hormonspiegel wieder in seinen Normalzustand gelangt. Geduld ist jedoch unerlässlich, da es bis einige Monate nach der Entbindung dauern kann, bis der hormonelle Wandel seine Wirkung zeigt, insbesondere beim Stillen. Wenn die Schwangerschaftsmaske jedoch länger als 6 Monate nach der Geburt oder dem Stillen anhält, können Lösungen in Betracht gezogen werden, die Abhilfe schaffen.

Behandlungen mit depigmentierenden Wirkstoffen

Es können Pigmentflecken-Cremes mit depigmentierenden Wirkstoffen zum Einsatz kommen.

Von den Wirkstoffen, die für ihre Effizienz bei der Reduzierung von Flecken anerkannt sind, können wir zitieren:

  • Azelainsäure;
  • Vitamin C;
  • Fruchtsäuren (AHA);
  • Kojisäure;
  • Zitronensäure.

Das Peeling

Bei einer sehr ausgeprägten Schwangerschaftsmaske ist die Wirkstoffkonzentration in Cremes manchmal zu niedrig, um die Flecken zu besiegen. In diesem Fall kann unter Aufsicht eines Dermatologen ein Peeling in Betracht gezogen werden.

Laserbehandlungen

Diese andere Behandlung für schweres Melasma besteht darin, überschüssiges Melamin durch Photothermolyse Pigment für Pigment zu entfernen.

Hormone haben oft die Gabe, bei Frauen auf verschiedenen Ebenen Störungen auszulösen. Die Haut macht hier keine Ausnahme, über eine Schwangerschaftsmaske machen sich Hormone bemerkbar. Glücklicherweise reichen einige Vorsichtsmaßnahmen aus, um diese zu vermeiden, und wenn trotz allem eine Hyperpigmentierung auftritt, ist die mit einer Schönheitsroutine verbundene Geduld oft die einfachste und effektivste Waffe, um sie zu beheben.

Die 3 wichtigsten Punkte, die man sich zur Schwangerschaftsmaske merken sollte:

  • Die Sonne ist der Hauptauslöser für die Schwangerschaftsmaske.
  • Sobald sich das Melasma gebildet hat, muss mit seiner Behandlung auf jeden Fall bis zum Ende der Schwangerschaft gewartet werden. Ein Melasma verschwindet normalerweise von selbst innerhalb von 6 Monaten nach der Geburt.
  • Wenn die Schwangerschaftsmaske länger als 6 Monate nach der Entbindung bestehen bleibt, können verschiedene Methoden angewendet werden, um sie zu lindern. Zunächst kann die Anwendung depigmentierender Cremes ausreichen. Ist dies nicht der Fall, wird empfohlen, einen Dermatologen zu konsultieren, bevor eine andere Behandlung in Betracht gezogen wird (Peeling, Laser).
Über den Autor
Paul Musset
Paul Musset
Apotheker
Als Doktor der Phamazie von der Université de Reims (Reims Universität in Frankreich), Paul Musset interessiert sich besonders für Naturheilkunde und für sportliche Ernährung. Er begleitet Sie in Ihrem "Gesundheits- und Schönheitsmagazin" und teilt mit Ihnen seine Gesundheits- und Wellnesstipps.
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