Die Gefahren der Sonne:
Warum und wie muss man sich schützen?

Von Paul Musset, Apotheker | Herausgegeben am

Die Gefahren der Sonne: Warum und wie muss man sich schützen?

Die Sonne hat viele Vorteile. Als natürlicher Lieferant von Vitamin D, einem Stimmungsbooster, wird sie von vielen Franzosen aktiv gesucht, die mit Ungeduld auf den Sommer warten, um sie zu genießen. Auch wenn die Vorzüge der Sonne bekannt sind, so hat sie auch gesundheitsschädliche Auswirkungen. Welche Gefahren gehen von der Sonne aus? Wie schützt sich die Haut auf natürliche Weise vor ihr? Was sind die wirksamsten Präventionsmittel?

Gefahren durch Sonne und UV-Strahlung für die Haut: Erklärungen

UVA, UVB, UVC: was ist der Unterschied?

Die Sonnenstrahlen teilen sich in drei Kategorien:

  • UVA: sie machen 95% der UV-Strahlung aus, die die Ozonschicht durchdringt. Diese Strahlen fördern die Hautalterung;
  • UVB: auch wenn sie nur 5% der Strahlung ausmachen, sind sie sehr energetisch (energiereich). Sie sind für Sonnenbrände verantwortlich;
  • UVC: sehr gefährlich, sie werden durch die Ozonschicht blockiert.

Warum die Sonne gefährlich ist: welche Risiken geht man während einer Exposition ein?

Schädigung der Sehkraft

Wiederholte und längere Sonnenexposition der Augen stellt für diese ein Gesundheitsrisiko dar. UV-Strahlen wirken auf kumulative Weise. Je mehr ultraviolette Strahlen das Auge empfängt, umso höher ist das Risiko, eine Augenkrankheit (vom Typ Grauer Star) zu entwickeln.

Blaue oder grüne Augen sind lichtempfindlicher. Richtig oder falsch?
Das ist nicht wahr. In Wirklichkeit erhält das Auge seine Farbe nur durch die obere Schicht, die Iris. Auf Höhe der Netzhaut befindet sich jedoch eine untere Schicht. Die Pigmentierung der Netzhaut (die wir nicht sehen, da sie von der Iris verdeckt wird), schützt das Auge vor Licht. Die Farbe dieser Pigmente ist bei allen Augen gleich. Was den Unterschied bei der Empfindlichkeit ausmacht, ist die Menge und Verteilung dieser Pigmente. Je weniger es gibt, umso empfindlicher ist das Auge, ob blau, grün oder braun, bei Licht.

Gefahr für den Organismus: der Sonnenstich

Ein Sonnenstich wird durch längere Sonnenexposition bei der stärksten Sonneneinstrahlung des Tages verursacht. Der Organismus reagiert dann mit einer Hyperthermie und kann sich nicht mehr auf natürliche Weise regulieren. Die Transpiration ist blockiert und kann überschüssige Wärme nicht mehr abführen. Ein Sonnenstich verursacht Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Muskelschmerzen. In den schwerwiegendsten Fällen kann dies zu einer lebensbedrohlichen Situation führen.

Menschen, die am anfälligsten für das Risiko eines Sonnenstichs sind, sind Kinder und ältere Menschen.

Um dieses gefährliche Phänomen zu beseitigen, muss unbedingt die Körpertemperatur gesenkt werden (Abkühlen, Rehydratation, Schatten suchen...).

Risiken für die Haut

Verbrennungen ersten Grades: der Sonnenbrand

Er ist das häufigste Risiko einer längeren Sonnenexposition. In der Tat sind UVB-Strahlen sehr energetisch, in der Hochsaison genügen einige Minuten aus, um auf der Haut eine Verbrennung ersten Grades zu verursachen. Diese Verbrennung, der sogenannte Sonnenbrand, führt zu intensiven Hautrötungen.

Vorzeitige Hautalterung

Diesmal geht es um UVA-Strahlen. Ihre Strahlung dringt in die Epidermis ein und bildet freie Radikale, die die Kollagenfasern angreifen, welche für die Elastizität und die Spannkraft der Haut verantwortlich sind. Letztere trocknet leichter aus und fördert die Bildung von Falten.

Hautkrebs

Dies ist zweifellos die schwerwiegendste Folge von zu viel Sonne. 2 Arten von Hautkrebs können größtenteils durch die Sonne verursacht werden: das Karzinom und das Melanom.

Hautkrebs in Zahlen:
• 1 von 3 Krebsarten ist ein Hautkrebs;
• Rund 80.000 Fälle von Hautkrebs werden in Frankreich jedes Jahr diagnostiziert;
• 90% der Hautkrebserkrankungen sind Karzinome;
• Die Sonne ist für mehr als 65% der Hautmelanome verantwortlich (der gefährlichste Krebs).

Abwehrmechanismen der Haut gegen die Sonne

Wie schützt sich die Haut vor der Sonne?

Mithilfe von Melanin, einem dunklen Pigment, das von Zellen (Melanozyten) produziert wird, schützt sich die Haut vor äußeren Einflüssen. Wenn die Haut der Sonne ausgesetzt wird, steigt Melanin in die oberen Schichten der Epidermis, um eine Schutzbarriere zu bilden. Diese verleiht der Haut einen gebräunten Teint.

Der Melaninspiegel ist nicht unbegrenzt. Unsere Haut verfügt über ein gewisses Sonnenkapital. Sobald die Reserven dieses Kapitals erschöpft sind, hat die Epidermis keine natürlichen Abwehrmittel mehr.

Welche Hauttypen sind am empfindlichsten?

Jede Haut, auch schwarze Hauttypen, sind sonnenempfindlich. Helle Hauttypen haben jedoch einen niedrigeren Melaninspiegel als dunkle Hauttypen und verfügen somit über weniger Abwehrkräfte gegen die schädlichen Wirkungen von ultravioletter Strahlung.

Die Haut von Kindern, hell oder dunkel, ist ebenfalls besonders sensibel, da die obere Schicht noch sehr dünn ist und UVB-Strahlen, die Sonnenbrand verursachen, leichter eindringen können. Darüber hinaus ist die Wahrscheinlichkeit bei einem Kind, das regelmäßig einen Sonnenbrand hat, größer, an Hautkrebs zu erkranken.

Gefahren durch Sonne vermeiden: Prävention und Reaktion

Wann muss man seine Haut vor der Sonne schützen?

In Frankreich ist es von Mai bis September unbedingt erforderlich, seine Haut vor der Sonne zu schützen, denn in diesem Zeitraum ist die Sonnenstrahlung am intensivsten.

Darüber hinaus ist direkte Sonnenexposition in dieser Zeit nicht die einzige riskante Situation. Selbst bei grauem Himmel passieren ultraviolette Strahlen die Wolken und bleiben schädlich.

Wie kann man sich vor ultravioletter Strahlung schützen?

Hautseitig bleibt das regelmäßige Auftragen einer geeigneten Sonnencreme das wirksamste Mittel, um eine Schutzbarriere gegen die Sonne zu schaffen. Cocooncenter hat für Sie eine Reihe von Sonnenschutzmitteln der größten Marken ausgewählt.

Die Epidermis ist nicht der einzige Bereich des Körpers, der geschützt werden muss. Um das Risiko eines Sonnenstichs zu vermeiden, sollte man seinen Kopf auch mit einem Hut schützen und regelmäßig trinken.

Die richtigen Maßnahmen, um den Sommer in aller Sicherheit zu genießen

Um zu verhindern, dass Ihr Urlaub von Sonnenbränden oder Sonnenstichen beeinträchtigt wird, haben das Gesundheitsministerium und das INPES (Nationales Institut für Prävention und Gesundheitserziehung) die zu befolgenden Empfehlungen aufgelistet. Dazu gehören:

  • Vermeiden der Sonnenexposition an den heißesten Stunden des Tages (zwischen 12 und 16 Uhr);
  • Regelmäßiges neues Auftragen von Sonnenschutzmitteln;
  • Kinder mit vollständiger Ausstattung (Hut, Sonnenbrille, T-Shirt) schützen.

Wie kann man einen Sonnenbrand heilen?

Zur Behandlung eines Sonnenbrands muss eine Creme gegen oberflächliche Verbrennungen aufgetragen werden. Dies hilft der Haut, sich zu reparieren und das Auftreten von Blasen zu verhindern. Cocooncenter bietet Ihnen verschiedene wirksame Mittel gegen Sonnenbrände.

Hautkrebsvorsorge

Wenn Sie Zweifel an einem Leberfleck haben oder einfach nur, weil Sie mehrere Sonnenbrände hatten, kann eine Hautkrebsfrüherkennung  von einem Dermatologen durchgeführt werden.

UV-Index: die Gefahren der Sonnenenergie erkennen
Um die Intensität der ultravioletten Strahlen bestimmen zu können, wurde ein UV-Index eingerichtet. Er ist in 5 Kennwerte unterteilt:
• 1 bis 2: schwach;
• 3 bis 5: mäßig;
• 6 bis 7: stark;
• 8 bis 10: sehr stark;
• 11: extrem.

Trotz all ihrer Vorteile birgt die Sonne zahlreiche Gefahren. Sich richtig vor ihren Strahlen zu schützen, sowohl in Hinblick auf die Haut als auch auf den Organismus, ist unabdingbar, um seine Gesundheit zu schützen.

Die 3 wichtigsten Punkte zu den Gefahren der Sonne, die man sich merken sollte:

  • UVB-Strahlen sind für die Gesundheit am gefährlichsten. Sie sind für Sonnenbrände und die meisten Krebsarten verantwortlich, die durch wiederholte Sonnenexposition ohne Schutz verursacht werden.
  • Die Haut der Jüngsten ist besonders empfindlich gegen Sonnenschäden. Wiederholte Sonnenbrände in der Kindheit erhöhen das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken.
  • In nur wenigen Minuten kann eine Exposition ohne Sonnenschutz einen Sonnenbrand auszulösen.
Über den Autor
Paul Musset
Paul Musset
Apotheker
Als Doktor der Phamazie von der Université de Reims (Reims Universität in Frankreich), Paul Musset interessiert sich besonders für Naturheilkunde und für sportliche Ernährung. Er begleitet Sie in Ihrem "Gesundheits- und Schönheitsmagazin" und teilt mit Ihnen seine Gesundheits- und Wellnesstipps.
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