Haarausfall:
wie kann man effektiv dagegen kämpfen?

Von Paul Musset, Apotheker | Herausgegeben am | Zuletzt aktualisiert am 30/03/2020

Haarausfall: wie kann man effektiv dagegen kämpfen?

Haarausfall ist absolut normal! Wir können bis zu 100 Haare pro Tag verlieren, ohne dass dies beunruhigend wäre. Wenn es jedoch mehr sind, sollte man anfangen, sich Fragen zu stellen. Woran liegt dieser starke Ausfall? Lässt sich frühzeitiger Haarausfall vermeiden? Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Ein kurzer Überblick über Ursachen und Lösungen im Zusammenhang mit Haarausfall.

Warum verlieren wir unsere Haare und wer ist am meisten davon betroffen?

Arten von Haarausfall

Androgenetischer Haarausfall

Das ist die häufigste Form. Es handelt sich um einen allmählichen und definitiven Haarausfall, der sowohl Männer als auch Frauen betrifft. Nur die Stellen, an denen die Haare ausfallen, sind unterschiedlich. Während sich bei Männern eher die Stirn und die Oberseite des Kopfes lichten, fallen bei den Frauen die Haare vermehrt an der Oberseite des Kopfes und weniger stark abgegrenzt aus.

Diffuser Haarausfall

Beim diffusen Haarausfall werden die Haare akut am ganzen Kopf weniger. Er weist oft auf eine körperliche Störung hin oder auf eine Mangelerscheinung, wenn der Haarausfall chronisch wird. Für eine effiziente Behandlung des Problems ist es unerlässlich, seine Ursache zu ergründen.

Kreisrunder Haarausfall

Diese Art von Haarausfall ist auf einen begrenzten Bereich beschränkt. Psychologische Faktoren wie Stress sind oft die Ursache für eine lokale Entzündung der Haarwurzel. Um dies zu beheben, wird generell eine Behandlung auf Basis von Kortikoiden empfohlen.

Angeborener Haarausfall

Diese seltene Krankheit ist auf das Fehlen von Haarwurzeln oder einen genetischen Defekt des Haars zurückzuführen. Durch eine Zerstörung der Haarfollikel wird das Nachwachsen der Haare verhindert.

Verschiedene Ursachen

Saisonbedingter Haarausfall

Das Haarwachstum variiert je nach Jahreszeit. Im Sommer wachsen die Haare schneller, während sie dagegen im Herbst und Winter vermehrt ausfallen.

Erbliche Anlagen

Sie sind die Hauptursache des androgenetischen Haarausfalls. Für dieses Haarproblem ist eine Überempfindlichkeit der Haarfollikel gegen Testosteron verantwortlich. Der Lebenszyklus des Haares wird beschleunigt, so dass dieses vorzeitig altert.

Hormone

Eine hormonelle Störung kann ebenfalls einen vorübergehenden Haarausfall verursachen. Die enorme Hormonschwankung nach einer Schwangerschaft (plötzlicher Rückgang der Östrogenproduktion) erklärt, warum vielen Frauen nach der Geburt eines Kindes die Haare ausfallen.

Stress

Bei Menschen mit einer genetischen Veranlagung zu Haarausfall kann Stress eine Hormonstörung verursachen, die zu einer gesteigerten Produktion von Androgenen führt. Dieses männliche Hormon macht die Haarfollikel überempfindlich und anfällig.

Mangelernährung

Schlechte Essgewohnheiten können ebenfalls Haarausfall verursachen. Einige Mängel wie Eisenmangel beeinträchtigen die Gesundheit des Haares und machen es trocken und brüchig. Welcher Zusammenhang besteht zwischen Eisen und Haar? Eisen wird für die Funktion der roten Blutkörperchen benötigt, die wiederum für den Sauerstofftransport durch den Körper, einschließlich zu den Haaren, unerlässlich sind. Wenn das Haar spröde wird oder stärker ausfällt als normal, sollte zunächst der Eisenspiegel überprüft werden.

Haarausfall bei Kindern: Ringwurm (Tinea, Ringelflechte)

Der Ringwurm wird durch einen Pilz verursacht, der sich unter der Haut am Kopf einnistet. Er betrifft vor allem Kinder im Alter von 3 bis 12 Jahren. Dieser Mikroorganismus ähnelt einer Mykose und infiziert die Kopfhaut, wo er lokalen Haarausfall verursacht. Die Haare werden durch eine rote Stelle mit klarer Kontur ersetzt. Bei dieser Art des Haarausfalls ist eine ärztliche Behandlung mit Fungizid erforderlich. Nach der Heilung wachsen die Haare wieder normal nach.

Männer sind am stärksten von Haarausfall betroffen

Wussten Sie schon?
- Jedem dritten kaukasischen Mann fallen im Alter von 30 Jahren die Haare aus. 50 % im Alter von etwa 50 Jahren und 80 % mit 70 Jahren. - Nur 2 bis 5 % der Frauen entwickeln im Alter von 30 Jahren eine Ausdünnung des Haares. Im Alter von 70 Jahren leiden weniger als die Hälfte aller Frauen unter Haarausfall (40 %).

Kampf gegen Haarausfall: Behandlungen und Tipps

Lokale vorbeugende Behandlungen: Shampoos und Haarpflege

Wenn sich die ersten Anzeichen von Haarausfall bemerkbar machen (stärkerer Verlust, brüchiges Haar ...), ist es gut, schnell zu reagieren und sich für spezielle Shampoos oder Behandlungen zu entscheiden. Letztere enthalten in der Regel Wirkstoffkombinationen, die das Haar kräftigen und den Haarausfall bekämpfen.

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Bei Cocooncenter ist eine Auswahl zahlreicher wirksamer Behandlungen in Form von Anti-Haarausfall Pflegeprodukten der bekanntesten Marken erhältlich, um dem Haarausfall vorzubeugen und sein Fortschreiten zu verlangsamen.

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Und wenn die Lösung durch den Magen ginge?

Haarausfall ist manchmal ein Zeichen für einen Mangel an Mineralstoffen wie Eisen. Um dem Haar zu helfen, seine Vitalität zurückzugewinnen, sollte man, zusätzlich zu Pflegeprodukten oder Nahrungsergänzungsmitteln, eventuell zunächst seine Ernährung umstellen und eisenreichen Lebensmitteln den Vorzug geben.

Einige Lebensmittel, mit denen Sie Eisen tanken können und die sich leicht in Ihren Speiseplan einfügen lassen:

  • rotes Fleisch;
  • Linsen;
  • Soja;
  • Schokolade;
  • Cashewnüsse;
  • Sonnenblumenkerne;
  • rote oder weiße Bohnen;
  • Oliven.

Nahrungsergänzungsmittel

Neben einer gesunden und ausgewogenen Ernährung können Nahrungsergänzungsmittel Ihrem Haar helfen, seine Form und Vitalität zurückzugewinnen. Diese Nahrungsergänzungsmittel werden in der Regel in Form von Tabletten oder Kapseln wie Phytophanère von Phyto angeboten. Sie enthalten viel Vitamin B6 und B8 sowie Zink, die der Haargesundheit einen echten Schub geben und somit die Gefahr von Haarausfall vermindern.

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Es gibt viele Ursachen für Haarausfall und jeder kann irgendwann in seinem Leben damit konfrontiert sein, ohne wirklich zu wissen, woran es liegt. Abgesehen von der eher seltenen angeborenen Form kann der Haarausfall wirksam verhindert und verlangsamt werden. Anti-Haarausfall-Haarpflegeprodukate, Nahrungsergänzungsmittel oder einfach bestimmte eisenreiche Lebensmittel haben die Kraft, Ihr Haar für viele Jahre gesund zu halten.

Die wichtigsten Merkpunkte zum Thema Haarausfall:

  • Haarausfall ist nicht unvermeidlich, es gibt Möglichkeiten, die nicht angeborenen Formen zu verlangsamen;
  • Stress oder Eisenmangel sind Faktoren für Haarausfall;
  • Männer sind aus hormonellen Gründen stärker vom Haarausfall betroffen. Testosteron fördert den Haarausfall.
Über den Autor
Paul Musset
Paul Musset
Apotheker
Als Doktor der Phamazie von der Université de Reims (Reims Universität in Frankreich), Paul Musset interessiert sich besonders für Naturheilkunde und für sportliche Ernährung. Er begleitet Sie in Ihrem "Gesundheits- und Schönheitsmagazin" und teilt mit Ihnen seine Gesundheits- und Wellnesstipps.
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