Dehnungsstreifen:
kleine unschöne narben, die uns das leben erschweren ...

Von Marion, Kosmetikerin | Herausgegeben am | Zuletzt aktualisiert am 08/04/2020

Dehnungsstreifen: kleine unschöne narben, die uns das leben erschweren ...

Dehnungsstreifen sind glücklicherweise harmlos und nicht gesundheitsschädlich. Trotzdem sind sie unästhetisch und nur schwer zu akzeptieren. Schicksal? Keineswegs. Um sie zu bekämpfen, sollten wir erst einmal wissen, was sie eigentlich sind.

Dehnungsstreifen: Was ist das genau?

Streifen, längliche Striemen, die sich in bestimmten empfindlichen Bereiche konzentrieren, wie zum Beispiel am Bauch, an den Hüften, am Gesäß, an den Brüsten, an den Oberschenkeln, an den Armen ... Kleine Makel, die bei uns zu Komplexen führen, sobald wir einen Badeanzug oder eine Shorts anziehen. Wie ein Boden, der zu trocken und an manchen Stellen gespalten ist, entsprechen Dehnungsstreifen irreversiblen Zerstörungen der tiefen Fasern unserer Haut.

Es gibt zwei Entwicklungsstadien:

  • Am Anfang sind die Dehnungsstreifen "unreif". Die verletzte Haut ist entzündet und gerötet. Doch täuschen Sie sich nicht: Das ist eine gute Nachricht! Das bedeutet, dass der Bereich noch durchblutet wird und die Wundheilung erfolgt. Die Haut kann sich also noch selbst regenerieren. Dieses Stadium eignet sich am besten, um das endgültige Aussehen der Narben zu verbessern!
  • Nach 18 Monaten bis 2 Jahren sind die Dehnungsstreifen "ausgereift". Das Narbengewebe wird nicht mehr durchblutet. Deshalb sind Behandlungen schwierig. Mit der Zeit jedoch hellen die Narben auf und sehen "perlmuttartig" aus. Sie verschmelzen natürlich mit der Haut, manchmal so gut, dass man schon sehr genau hinsehen muss, um sie zu erkennen.

Was sind die Ursachen?

Das Auftreten von Dehnungsstreifen hat zwei Ursachen: eine hormonelle und eine mechanische. Achtung: Wenn beide Ursachen auftreten, ist das Risiko erhöht.

Hormonelle Ursache: erhöhte Kortisonausschüttung!

Je höher die Kortisonkonzenration, desto geringer die Kollagenproduktion. Kollagenfasern sind an der Elastizität und Widerstandsfähigkeit der Haut beteiligt. Wenn sie fehlen, wird die Haut gegenüber Dehnungen anfälliger.

In sehr seltenen Fällen kann diese Hormonstörung krankhaft (Cushing-Syndrom) oder die Folge einer längeren Einnahme von Kortison oder Kortisoncremes sein. Im Allgemeinen erhöht sich der Kortisonspiegel in bestimmten Lebensphasen, zum Beispiel in der Pubertät oder während der Schwangerschaft.

Mechanische Ursache: eine übermäßige Dehnung der Haut!

Der Bauch, der sich wölbt, die Brüste, die schwerer werden ... die Schwangerschaft ist unbestritten DIE anfälligste Zeit. Das Hautgewebe wird mit großer Kraft und in Rekordzeit stark gedehnt! Auch Gewichtsschwankungen sind zu vermeiden: Je schneller Sie an Gewicht zu- oder abnehmen, desto mehr muss sich die Haut anpassen und ist gefährdet. Männer sind davor auch nicht geschützt! Dehnungsstreifen treten im Allgemeinen in Verbindung mit einer Gewichtszunahme oder intensivem Sport auf. Sie konzentrieren sich am häufigsten auf dem Rücken oder am "Bierbauch".

Wie kann man ihnen vorbeugen?

  • Kontrollieren Sie Ihr Gewicht und vermeiden Sie starke Gewichtsveränderungen. Wenn Sie einmal zu viel gegessen haben, mäßigen Sie sich danach, um nicht zu stark von Ihrem gewohnten Gewicht abzuweichen.
  • Versorgen Sie Ihre Haut täglich mit Feuchtigkeit und massieren Sie sie, um ihre Elastizität zu erhalten. Guter Tipp: Tragen Sie nach der Dusche Körpermilch auf die noch feuchte Haut auf und massieren Sie anschließend die kleinen "Rundungen" kräftig mit geschlossenen Fäusten. Damit bringen Sie Ihren Körper ganz sanft in Schwung!
  • Führen Sie regelmäßig ein Hautpeeling durch, damit sich die Haut von Unreinheiten befreien und besser atmen kann.
  • Trinken Sie ausreichend und essen Sie Lebensmittel mit viel Omega 3 (Rapsöl, Haselnussöl, Traubenkernöl ...) mit viel Vitamin E (fetthaltiger Fisch, Avocado, Getreide ...) und Obst und Gemüse, das viele Antioxidantien enthält.
  • Bewegen Sie sich, um die Mikrozirkulation in den sensiblen Bereichen anzuregen (schnelles Gehen mit kräftigem Abstoßen der Füße, Fahrradfahren, Schwimmen, Aquagymnastik ...).

Schwangerschaft: Massage, um Dehnungsstreifen zu vermeiden
Während der Schwangerschaft sind Bauch, Brüste und Beine für Dehnungsstreifen anfällig. Auch wenn diese kleinen Makel nicht sofort sichtbar sind, sollten Sie die Haut in den ersten Monaten gut pflegen. Eine Massage mit einem geeigneten Öl oder einer Creme ist sehr effektiv, vorausgesetzt Sie führen Sie zweimal täglich durch. Lassen Sie dabei die empfindlichen Bereiche aus: Nabel, Brustwarzen ...
•  Sorgfältiges Einmassieren: Wärmen Sie die Creme oder das Öl in Ihren Händen und tragen Sie es dann mit kleinen schnellen kreisförmigen Bewegungen auf. Sie sollten eine Wärmeentwicklung spüren;
•  Sanftes Kneten: Die Haut wird Zone für Zone gezupft und geknetet, mit gewisser Energie, aber immer nur so stark, wie es angenehm ist.

Dehnungsstreifen: Unsere Tipps für ein ästhetischeres Erscheinungsbild

Sanfte Lösungen für die Haut:

Mehr Feuchtigkeit!

Um Dehnungsstreifen vorzubeugen oder zu reduzieren, reicht Ihre gewöhnliche Pflege nicht aus. Sie müssen schnellstmöglich zu gezielten Produkten greifen.

  • Cremes oder Feuchtigkeitslotionen speziell für Dehnungsstreifen spenden der Haut Feuchtigkeit und stärken die Hautbarriere. Einige sind reich an Vitamin E und bekämpfen freie Radikale, damit die Haut gesund bleibt.
  • Zu den Formeln gehören Pflanzenöle mit Wundheilungs- und Pflegewirkung. Pflanzenöle aus Wildrose, Leindotter, Nachtkerze, Avocado, Granatapfel, Affenbrotbaum... profitieren Sie von den natürlichen Inhaltsstoffen, die die Elastizität der Haut verbessern und die Wundheilung kleiner Verletzungen fördern.

Sonne nur in Maßen

Sich sonnen? Keine Frage. Wir profitieren von der Sonne, indem sie gute Laune macht und uns im Frühling mit Vitamin D versorgt. Selbstbräuner sorgen für einen sommerlichen Teint und verbessern das Aussehen von Dehnungsstreifen.

Einige Maßnahmen, um noch weiter zu gehen ...

  • Peeling: Saure Substanzen werden auf die Haut gegeben, um sie zu glätten und die Kollagenausschüttung zu stimulieren.
  • Laser regen die Aktivität der Fibroblasten an.
  • Bei der Mikrodermabrasion wird der Bereich abgetragen.
  • Bei der Chirurgie wird die Haut gestrafft.
  • Die Plasmainjektion unter die Haut trägt zur Regeneration der Kollagenfasern bei.

Wenn sich Dehnungsstreifen erst einmal gebildet haben, ist es schwierig, sie wieder loszuwerden. Werden sie aber gemildert, lassen sie sich eher hinnehmen. Mit der Zeit kann man sie philosophisch als Souvenir aus den verschiedenen Phasen unseres Lebens betrachten: Jugend, Schwangerschaft... sie wecken so viele Erinnerungen!

Die wichtigsten drei Punkte zu Dehnungsstreifen:

  • In der Anfangsphase, wenn Dehnungsstreifen rosafarben sind, kann man sie mithilfe von geeigneten, hochwertigen Pflegeprodukten aus der Parapharmazie behandeln.
  • Bestimmte Lebensphasen sind anfälliger, weil die Hormonaktivität stärker ist. Das ist ein guter Zeitpunkt, um auf sich zu achten und vor allem sein Gewicht im Auge zu behalten.
  • Und vergessen Sie nicht, dass eine gut befeuchtete, geschmeidige und gesunde Haut ein Leben lang weniger anfällig für Dehnungsstreifen ist!
Über den Autor
Marion
Marion
Kosmetikerin
Als diplomierte Kosmetikerin ist Marion auf dermokosmetische Pflege und Make-Up spezialisiert. Duch "Mein Gesundheits- und Schönheitsmagazin" hilft sie Ihnen dabei Ihr Gesicht und Ihren Körper zu pflegen und teilt mit Ihnen ihre Schönheitstipps.
Gesicht, haare: wie wählen sie das beste serum? ◀◀
Aloe vera: die pflanze, die viele vorzüge in sich vereint ►►