Grundlage der Arbeit mit Apache Cocoon
Bei Cocoon handelt es sich um ein XML-Publishing-System der US-amerikanischen Apache-Software-Foundation. Konkret ist Cocoon ein Publishing Framework Servlet, welches ein XML-Quelldokument in diverse Zielformate transformieren kann. Cocoon produziert aus einem oder mehreren XML-Dokumenten sowie den dazugehörigen XSL-Dokumenten ein beliebiges Ausgabeformat. Dieses kann an verschiedene Endgeräte versendet werden. Cocoon basiert auf der Servlet-Technologie. Bei einem Servlet handelt es sich um eine Java-Klasse, welche Client-Anfragen an Webserver entgegen nimmt und diese dann verarbeitet. Cocoon verfügt über ein vollständig objektorientiertes Funktionsmodell. Dabei basieren sämtliche Komponenten auf dem Modell von Avalon, welches den exakten Aufbau jeder einzelnen Komponente vorgibt. Auf Grund dieses objektorientierten Funktionsmodells ist es auch sehr leicht, neue Komponenten zu integrieren beziehungsweise bereits bestehende Komponenten zu ersetzen. Auch die grundlegend überarbeitete Version Cecon 2.2.0 ist genauso wie sein Vorgänger stark an den Komponenten orientiert. Den Mittelpunkt einer jeden Cocoon-Anwendung stellt die Sitemap dar. Die Sitemap fungiert als zentrale Schaltstelle. Cocoon verfolgt dabei eine strikte Trennung der drei Schichten Inhalt, Layout sowie Logik. Durch die strikte Trennung müssen die drei Schichten in separaten Dateien bearbeitet werden.
Beim Erstellen einer Website (Thematik der Website spielt hier eine untergeordnete Rolle. Daher ist es möglich sowohl Webseiten für Unternehmen bsp. Franchise IPL, eine private Homepage als auch Webvisitenkarten zu erstellen) mit Cocoon müssen aus diesem Grund stets drei Dateien erstellt und anschließend gepflegt werden. Verschiedene Entwickler können so zur gleichen Zeit am selben Projekt arbeiten und einzelne Komponenten können problemlos untereinander ausgetauscht werden. Eine wesentliche Stärke bei der Arbeit mit Apache Cocoon ist die volle Unterstützung von XML sowie Java. Es lassen sich mit Cocoon nicht nur dynamische Webanwendungen erstellen, auch die lokale Nutzung ist möglich. Die eigentliche Arbeit von Cocoon wird in so genannten Pipelines ausgeführt, wobei diese aus dem Matcher und den dazugehörigen Aufgaben besteht. Matcher stellen dabei das Bindeglied zwischen einer Anfrage durch einen Client sowie den dann auszuführenden Operationen der Pipeline dar. Innerhalb der jeweiligen Pipeline werden die Aufgaben dann seriell abgearbeitet. Jede Pipeline besteht aus bis zu sieben verschiedenen Komponententypen.
Die ersten Schritte mit Apache Cocoon sollten wohl bedacht angegangen werden. Wer sich mit dem Umgang noch nicht sicher fühlt oder noch keine Erfahrungen hierzu sammeln konnte, der sollte zunächst ein paar Tutorials durcharbeiten. Außerdem sollten die Daten des Webservers vor Änderungen gesichert werden. Man sich verlorene Daten auf http://www.datenwerkstatt.eu/ zwar wiederherstellen lassen, eine vorher angelegte Sicherungskopie der Daten spart aber die teure Durchführung. Um zu lernen ist es ohnehin besser sich eine funktionierende, aber unwichtige, Testumgebung einzurichten.